Über mich

Nachtfalke Portrait

Ich bin Robert.

Seit über 20 Jahren entwickle ich Software. Angefangen hat alles mit klassischen Webanwendungen und Individualsoftware für Unternehmen. Heute verbringe ich den größten Teil meiner Zeit damit, herauszufinden, wie sich Künstliche Intelligenz sinnvoll in den Alltag integrieren lässt – nicht in irgendwelchen Demos, sondern dort, wo sie jeden Tag zuverlässig funktionieren muss.

Mich interessiert weniger, was theoretisch möglich wäre. Mich interessiert, was Montagmorgen um acht Uhr noch funktioniert.

Wenn ich etwas baue, dann meistens zuerst für mich selbst. Nicht weil ich glaube, dass jeder genau diese Lösung braucht, sondern weil ich nur so wirklich beurteilen kann, ob sie etwas taugt. Erst wenn ein System über Wochen oder Monate zuverlässig läuft, vertraue ich ihm genug, um darüber zu schreiben oder es anderen zu zeigen.

In den letzten Jahren ist daraus eine ganze Sammlung spezialisierter KI-Systeme entstanden. Manche beantworten Telefonate. Andere verwalten Dokumente, erledigen Routineaufgaben oder behalten meine Server im Auge. Wieder andere unterstützen mich beim Programmieren, bei Recherchen oder bereiten Informationen so auf, dass ich morgens in wenigen Minuten weiß, was wichtig ist.

Eines dieser Systeme heißt Hermes. Ursprünglich war er nur als persönlicher Assistent gedacht. Inzwischen organisiert er Termine, schreibt in meine Nextcloud, schaut in Kimai nach Projekten und Zeiten, verwaltet Dokumente in Paperless, hilft bei Marketingaufgaben und übernimmt immer mehr Arbeiten, die früher Zeit gekostet haben. Das Spannende daran ist nicht, dass eine KI das kann. Spannend ist, wie viele kleine Bausteine zusammenspielen müssen, damit daraus ein verlässliches Werkzeug wird.

Genau solche Dinge findest du in diesem Blog.

Ich schreibe über das, was bei mir funktioniert – und manchmal auch über das, was gründlich schiefgegangen ist. Beides gehört dazu. Gerade aus den Fehlern lernt man oft mehr als aus den Erfolgen.

Viele Projekte entstehen abends oder nachts. Dann ist Ruhe. Keine Termine, keine Anrufe, niemand möchte “nur mal kurz” etwas wissen. Wahrscheinlich heißt dieser Blog deshalb auch Nachtfalke. Nicht, weil der Name besonders originell wäre, sondern weil er ziemlich gut beschreibt, wann die meisten Ideen entstehen.

Wenn du hier mitliest, wirst du keine Hochglanz-Tutorials finden und auch keine täglichen Meldungen über das neueste Sprachmodell. Dafür findest du Einblicke in eine Umgebung, die ich tatsächlich selbst nutze. Alles, worüber ich schreibe, läuft oder lief auf meinen eigenen Servern. Manche Ideen haben sich bewährt, andere sind wieder verschwunden. Ich lasse beides bewusst stehen, weil Entwicklung selten geradlinig verläuft.

Vielleicht hilft dir das bei deinen eigenen Projekten. Wenn ja, hat der Blog seinen Zweck erfüllt.